Beschreibung
Der Auftragnehmer wird nach Maßgabe des abzuschließenden IT-Servicevertrags einerseits sein eigenes Rechenzentrum für die Erbringung der vertragsgegenständlichen Leistungen nutzen, die Betriebsführung eines von Fraport dem Auftragnehmer beigestellten Rechenzentrums RZ A übernehmen und ausgewählte Fraport IT-Services als Managed Services betreiben. Die vom Auftragnehmer im Rahmen der vertragsgegenständlichen Leistungen zu betreibenden Hard- und Softwarekomponenten verbleiben im Eigentum der Fraport und werden dem Auftragnehmer ausschließlich zum Zwecke der Erbringung der vertragsgegenständlichen Leistungen beigestellt. Hard- und Softwarekomponenten, die die Leistungserbringung beim Auftragnehmer unterstützen (z.B. Monitoring Tools), beschafft und nutzt der Auftragnehmer selbst und in eigener Verantwortung. Über die von Fraport bereitgestellten Managementtools (z.B. SCCM, SUMA, OEM - Oracle Enterprise Manager, Cisco Catalyst Center, CheckPoint Manger, Imperva Manager, Lightsoft) hinaus erforderlichen Lösungen zur Vereinfachung der Leistungserbringung sind vom Auftragnehmer selbst zu beschaffen und zu betreiben (Einzelheiten werden in den verschiedenen Leistungsscheinen geregelt). Die heutige Servicequalität entspricht den Erwartungen der Fraport und schlägt sich insbesondere in einer hohen Verfügbarkeit nieder. Die Verfügbarkeit des Netzes am Campus der Fraport lag in den letzten 3 Jahren durchgehend bei 99,999 Prozent. Dies ist der auf Hochverfügbarkeit ausgelegten Netzwerkarchitektur - derzeit auf Basis von Cisco-Komponenten - geschuldet. Das Netz der Fraport ist bis in die Gebäudeverteiler redundant ausgelegt; teilweise auch bis auf die Ebene der Etagenverteiler. Auch die Datacenter Services aus Servern, Storage und Datenbanken sind auf Hochverfügbarkeit ausgelegt. Die aufgebauten Plattformen werden im Dual Data Center Betrieb inkl. Quorum-Standort bereitgestellt. Für den zentralen KPI der durchschnittlichen Verfügbarkeit der wichtigsten IT-Systeme wurde in den letzten drei Jahren ein Wert von 99,96 erreicht. Das von Fraport beigestellte Rechenzentrum RZ A entspricht den Vorgaben an ein Tier 3 Rechenzentrum. Es wird vom Auftragnehmer erwartet, dass er ein weiteres Tier 3 Rechenzentrum bereitstellt. Dieses soll sich in einem maximalen Abstand von 50 Kilometer zum Flughafen Frankfurt am Main befinden und redundant mit 100Gbit an das Campus-Netz der Fraport angebunden werden. Zusätzlich ist für den Storage eine Anbindung über Fibre Channel vorzusehen. Die Dienstleistungen ist aus dem Europäischen Wirtschaftsraum zu erbringen. Es wird vorausgesetzt, dass sämtliche Kommunikation im Rahmen der Leistungserbringung zwischen Mitarbeitern der Fraport sowie den in dieser Ausschreibung beschriebenen und durch den Auftragnehmer wahrgenommen Rollen in deutscher Sprache (mindestens Level B2 gemäß Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen) erfolgt. Bei direktem Kontakt mit Fraport Endbenutzern (insb. Service Desk) wird ein Sprachniveau in deutscher Sprache von C2 erwartet. Um den Betrieb des Fraport-eigenen Rechenzentrums RZ A und den Betrieb des Netzwerks am Flughafen Frankfurt sicherstellen zu können, erwartet Fraport, dass der Auftragnehmer im Falle einer Störung das vor Ort für die Störungsbehebung notwendige Personal in maximal 2 Stunden am Einsatzort am Flughafen Frankfurt bereitstellen kann. Um möglichst einheitliche Serviceprozesse zu gewährleisten, wird eine wechselseitige Zusammenarbeit zwischen Auftragnehmer sowie weiterer in der Kette erforderlicher Leistungserbringer erwartet. Die umfassten Services (Leistungsscheine) sind in den informatorischen Vergabeunterlagen (zum Download auf der entsprechenden Vergabeplattform) erläutert.