Beschreibung
Im Bereich von Uferwänden am Main-Donau-Kanal (MDK) wurden Einbrüche auf den Betriebswegen festgestellt. Die Betriebswege verlaufen unmittelbar parallel zu den Uferwänden. Innerhalb der Kanalhaltungen Nürnberg sind bereits erhebliche Schäden aufgetreten. Durch Aus-spülung im Hinterfüllbereich der Uferwände bildeten sich teils Hohlräume mit einem Volumen von über 1 m³. Aufgrund der relativ hohen Tragfähigkeit des Fahrbahnbelags (Asphalt oder Mineralbeton) sind diese Hohllagen oberflächig nur bedingt und zu spät erkennbar. Des Weiteren haben Berechnungen zur Standsicherheit der vorhandenen Uferwände gezeigt, dass die Standsicherheit einiger Uferwandformen unter Berücksichtigung der Einwirkungen aus Pollerzug nicht gegeben ist. Diese Wandabschnitte werden durch den Einbau von Mikroverpresspfählen ertüchtigt. Gegenstand dieser Ausschreibung sind folgende Maßnahmen (Los 2: Poller- und Wandverankerung; Los 3: Tiefbau (Dränage und Straßenbau): - Nachträgliche Verankerung der Uferwandlamellen im Bereich der Poller und der Wandabschnitte der niedrigen Uferwandform F - Erneuerung der Dränage hinter den Uferwänden - Erneuerung der Wegbefestigung und Oberflächenentwässerung Die Instandsetzung der Fugenabdichtung, Los 1 befindet sich in der Ausführung. Ziel der Instandsetzung der Uferwände ist die dauerhafte Wiederherstellung und Gewährleistung der Tragfähigkeit der Verkehrswege unter Berücksichtigung der bestehenden örtlichen Gegebenheiten (Grundwassersituation, vorhandene Uferwandkonstruktion, Anforderungen der Schifffahrt). Instandsetzungsbereiche: Die geplanten Instandsetzungsbereiche erstrecken sich über einen Teilbereich der Haltung Nürnberg. Für die Instandsetzung der Bauwerksfugen werden die derzeit wasserdurchlässigen Fugen mittels Kernbohrung überbohrt und mit einem, mittels Zementmörtel verpressten, Elastomerschlauch dauerhaft abgedichtet. (Los 1, nicht Bestandsteil der Ausschreibung) Die Uferwand-Dränage wird erneuert. Die parallel zur Wand verlaufenden Filterrohre werden ausgebaut und im Bereich der Wandrückverankerung verfüllt, nicht mehr benötigte Ausleitungsöffnungen in der Wand werden wasserdicht verschlossen. Vorhandene Zweitdränagen im Betriebsweg werden ausgebaut. Die Befestigung der Betriebswege wird in Asphaltbauweise wiederhergestellt. Im Bereich der Poller und des abgesenkten Bereichs der Uferwandform F werden die Uferwände durch Mikroverpresspfähle nachträglich verankert.