Beschreibung
Aufgrund des Auftragswerts wurde Vergabeverordnung VgV (EU-weit) gewählt. Der Auftraggeber beabsichtigt den Auftrag im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb zu vergeben, weil der Auftrag eine innovative und komplexe Lösung umfasst (VgV §14 Abs.3 Num.3). Im Rahmen der Förderung des Krankenhauszukunftsfonds (§ 19 KHSFV Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 KHSFV) soll ein tief in die bestehenden Primärsysteme integriertes, modernes und zukunftsorientiertes Entlass- und Überleitungsmanagement eingeführt werden. Das digitale Entlass- und Überleitungsmanagement soll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus entlasten, vor allem wenn sie die Anschlussversorgung organisieren. Weiterhin soll das digitale Entlass- und Überleitungsmanagement den strukturierten digitalen Datenaustausch mit den nachgelagerten Leistungserbringern fördern. Hierzu wurden im Rahmen der Fördermittelrichtlinie nach § 21 Abs.2 KHSFV Fördertatbestand 2 funktionale Anforderungen an die Systeme festgelegt, welche jeweils über eine verpflichtende und eine freiwillige Ausprägung verfügen. Die Lösung muss die MUSS-Kriterien des KHZG-Fördertatbestands 2 (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 KHSFV) zwingend erfüllen wie auch die Erfüllung der KANN-Kriterien aufzeigen. Dabei soll das Gesamtsystem eine integrative Lösung mit dem bereits vorhandenen und einzubindenden Krankenhausinformationssystem sowie Subsystemen bilden. Die Integrationstiefe muss allen am Behandlungsprozess Beteiligten ein unterbrechungsfreies Arbeiten ermöglichen, sodass ein Informationsaustausch zwischen allen Behandlungsgruppen möglich ist. Das Ziel des digitalen Entlass- und Überleitungsmanagement Systems ist, den bestehenden Aufwand deutlich zu reduzieren. Um Versorgungsbrüche zu verhindern und die Patientensicherheit und Versorgungsqualität zu verbessern, ist eine bürokratiearme und frühzeitige Abstimmung zwischen den Krankenhäusern und in der Versorgung nachfolgenden Einrichtungen und Kostenträgern zwingend notwendig. Dies betrifft Abstimmungen zur benötigten Medikation, Therapie, häuslichen Krankenpflege, ambulanten und stationären Langzeitpflege, Rehabilitation oder auch zu Heil- und Hilfsmitteln. Bei dem Auftraggeber ist das Krankenhausinformationssystem iMedOne implementiert.