Beschreibung
Durch die Einführung eines neuen Systems zum Medikationsmanagement steigt der gesamte Speicherbedarf der verarbeiteten Daten. Es werden in Zukunft alle Medikamente inklusive Bestellung, Lagerverwaltung, Verordnung, Ausgabe, Validierung usw. digital verarbeitet. Das hat zur Folge, dass diese Daten hochperformant und sicher gespeichert und archiviert werden müssen. Um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Systeme garantieren zu können, ist es zwingend notwendig, alle wichtigen Komponenten der Systemlandschaft redundant auszulegen. Der Auftraggeber orientiert sich als eine Einrichtung des Gesundheitswesens bei der Weiterentwicklung seiner Infrastruktur an den Anforderungen aus dem BSI-Gesetz (BSIG) sowie der Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen (BSI-KritisV). Im Falle des Ausfalls einer Komponente muss die Arbeit automatisch von anderen Komponenten übernommen werden, sodass digitale klinische Prozesse jederzeit ohne Beeinträchtigung aufrechterhalten werden können. Für das Speichersystem gelten daher folgende Anforderungen: - Performance: Die Zugriffszeiten auf die Daten dürfen, auch bei hoher Zugriffsfrequenz, keine merklichen Verzögerungen zeigen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. - Redundanz: Die Systeme müssen hochverfügbar sein, damit eine Anwendung auch im Fehlerfall weiterhin verfügbar ist und ohne unmittelbaren menschlichen Eingriff weiter genutzt werden kann. In Konsequenz heißt dies, dass der Anwender keine oder nur kurze Unterbrechungen wahrnimmt. Das Speichersystem muss in zwei verschiedenen Brandabschnitten betrieben werden. - Kapazität: Das Speichersystem muss ausreichend dimensioniert sein und Datenspeichermanagement beinhalten, um Kapazitätsengpässe präventiv zu erkennen. Durch die Digitalisierung aller Prozesse in der Patientenbehandlung werden die Behandlungsdokumentation und der Aufruf aller Informationen zu allen Patienten jederzeit mit dem führenden Krankenhausinformationssystem (im Folgenden auch "KIS") möglich. Um die Daten nach gesetzlichen Anforderungen (z.B. nach § 630f BGB) entsprechend zu speichern, ist ein Ausbau der bestehenden Speicherkapazitäten erforderlich. Am Krankenhausstandort Regensburg gibt es ein neues Speichersystem, welches die Anforderungen voll umfänglich erfüllt, jedoch muss hier die Kapazität erweitert werden.