Beschreibung
Es sind Aufgaben mit regelmäßigen Tätigkeiten (Basisaktivitäten), wie z. B. halbjährige Analyse des Batteriestatus und deren Degradationsstände, Status der Antennen etc., von solchen Aufgaben zu unterscheiden, die ad-hoc Maßnahmen verlangen (Aufforderungsaktivitäten). Für die ad-hoc Aufgaben, d. h. für das nicht planbare Handeln im Bedarfsfall, ist der konkrete Umfang im Voraus nicht genau bestimmbar. Die bisherigen Missionsverläufe haben gezeigt, dass das Verhalten von Hardware (HW) und Software (SW) nicht völlig vorhersehbar und überschaubar ist. Diverse Anomalien betrafen zuvor unauffällig arbeitende Teilsegmente und zeigten die NichtVorhersehbarkeit von Ausfällen. Ein Beispiel davon ist der temporäre Ausfall eines Reaktionsrades von TDX aufgrund eines hochenergetischen Teilchens, das die Elektronik getroffen hatte. Solche Fälle könnten sich zukünftig noch verstärken, da die Alterung und Anfälligkeit des Systems voranschreiten. Bei ADS müssen daher entsprechende Personalressourcen vorgehalten werden, um die Verfügbarkeit im Bedarfsfall, der ein sofortiges Handeln (z. B. Kollisionsgefahr) oder längerer Analyse des Vorfalls (z. B. schleichende Degradation eines Systems) verlangt, garantieren zu können. Zusätzlich zu den fest vereinbarten Ressourcen für die regelmäßigen Tätigkeiten sollen optionale Unterstützungselemente für die ad-hoc-Maßnahmen vorgesehen werden, die im konkreten Bedarfsfall aktiviert werden können. Der Support der Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X wird parallel durchgeführt. Es kommt aber zu keiner Dopplung der Arbeiten, da für die Satelliten bei gleichen Aktionen (z.B. Untersuchungen über das HW Verhalten, ggf. SW Anpassungen und Recovery) durch den Auftragnehmer unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Zwar sind die Satelliten weitestgehend baugleich, doch unterscheiden sie sich in der Performanz ihrer Subsysteme oftmals deutlich. Daher ist es notwendig, zur Absicherung der Gesamtsystemperformanz, unterschiedliche Parametersettings zu prüfen.