Beschreibung
Das Land Brandenburg plant den Aufbau eines Innovationszentrums Universitätsmedizin (IUC) in Cottbus - eines der größten Projekte im Strukturwandel in der Lausitz. Forschungsschwerpunkt des Universitätsklinikums soll die Gesundheitssystemforschung sein. Grundlage dafür wird ein digitales Netzwerk von Akteuren in der Gesundheitsversorgung in der Modellregion Lausitz. In der Modellregion Gesundheit Lausitz sollen moderne Versorgungsmodelle entwickelt werden und unter wissenschaftlicher Begleitung erprobt werden sollen. Die Best-Practice-Modelle sollen als mögliche Lösungen für sich abzeichnende Problemlagen des Gesundheitswesens auch in anderen vom Strukturwandel betroffenen bzw. ländlichen Regionen in Deutschland dienen. Daneben verschafft das Bundesministerium für Gesundheit mit einem Investitionsprogramm den Krankenhäusern ein digitales Update. Der Bund stellt ab dem 1. Januar 2021 3 Milliarden Euro bereit, damit Krankenhäuser in moderne Notfallkapazitäten, die Digitalisierung und ihre IT-Sicherheit investieren können. Das Bundesland Brandenburg stellt weitere Investitionsmittel bereit, die die Bundesmittel ergänzen. In diesem Gesamtzusammenhang sucht das CTK einen Beratungspartner im Rahmen eines Abrufvertrages für die Beratung und Projektsteuerung zur Umsetzung entsprechender Digitalisierungsvorhaben im klinischen und administrativen Bereich. Beim Aufbau der Modellregion Gesundheit Lausitz kommt dem IUC mit Forschungsschwerpunkten in der Gesundheitssystemforschung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens eine Schlüsselrolle zu. Das IUC besteht aus der Universitätsmedizin Cottbus, d. h. Medizinischer Fakultät plus Universitätsklinikum, sowie einem digital unterstützten Netzwerk mit weiteren Akteuren der Gesundheitsversorgung in der Region Lausitz. Auch weitere, über das IUC hinausgehende Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung werden in der Modellregion Gesundheit Lausitz durch Forschung proaktiv mitgestaltet und weiterentwickelt. Dazu gehören etwa Vorhaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bzw. der Gematik GmbH, wie z. B. die elektronische Patientenakte (ePA), die elektronische Gesundheitskarte, der Dienst für Kommunikation im Medizinwesen (KIM), das e-Rezept und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), aber auch Projekte der Brandenburgischen Landesregierung zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, wie etwa digital solutions made in Brandenburg (digisolBB). Die Erkenntnisse aus der Forschung des IUC sollen für die Weiterentwicklung vorgenannter Lösungen verwendet werden. Im Rahmen des Strukturwandels will der Auftraggeber daher ein neues digitales Fundament schaffen und weiterhin eine Spitzenposition in der medizinischen Versorgung einnehmen. In Planung sind digitale Transformationsprojekte, sowie Kooperationsvorhaben mit regionalen und nationalen Partnern aus der Medizin, der Gesellschaft sowie Industrie und sollen im Rahmen von agilen Innovationsprojekten operationalisiert werden. Die aktuelle Auslastung des IT-Personals sowie die Bindung an aktuell umzusetzende Projekte sowie die Sicherstellung des Routinebetriebs, erlaubt keine reine intern gedeckte Umsetzung der Vorhaben und bedarf externer Unterstützung. Neben generellen Ressourcenengpässen sind insbesondere bei der Prozessgestaltung, komplexen Projekten, organisationsübergreifenden Herstellung von Interoperabilität mit externen Einrichtungen, wie Gesundheitseinrichtungen jeder Art (Kliniken, ambulanter Sektor, Kassen) oder auch Industriepartnern, umfangreiche zusätzliche Kompetenzen notwendig. Die Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH (CTK) sucht einen Beratungspartner im Rahmen eines Abrufvertrages für die Beratung und Projektsteuerung zur Umsetzung entsprechender Digitalisierungsvorhaben im klinischen und administrativen Bereich. Der Bedarf an Unterstützung wird derzeit auf ca. 3000-5000 Tage (auf Basis von 8h, unabhängig von der Aufteilung der Tage in den einzelnen Rollen) bis voraussichtlich 31.06.2027 geschätzt, wobei der Partner in den ersten 12 Monaten der Vertragslaufzeit 900 Personentagen leisten können muss. Höchstmenge der Rahmenvereinbarung ist ein Abrufkontingent von maximal 8.500 Personentagen über die Laufzeit. Die Einzelheiten der ausgeschriebenen Leistung sind zusätzlich den Vergabeunterlagen (dort insbesondere der Leistungsbeschreibung in Anlage 1 und dem Vertrag in Anlage 5) zu diesen Vergabeunterlagen zu entnehmen.