Beschreibung
Die Border-Router spielen im Netzwerk des KIT eine entscheidende Rolle, da sie zur Herstellung der Außenanbindung (z.B. an das Internet und an andere Forschungsnetze) genutzt werden. Besonders im Bereich der Außenanbindung steigen die Anforderungen stetig an, z.B. bei der zur Verfügung stehenden Bandbreite, bei der Anzahl der verfügbaren Hochgeschwindigkeits-Anschlüsse, über welche nachgelagerte Systeme an die Border-Router angebunden werden, sowie bei der unterstützten Anzahl der Einträge in den Weriterleitungstabellen. Besonders durch die Anforderungen von GridKa, dem am KIT betriebenen Tier-1-Zentrum des Worldwide LHC Computing Grid (WLCG), besteht kurzfristiger Bedarf für eine Erhöhung von Bandbreite und Anzahl verfügbarer Anschlüsse. Konkret soll dafür die bestehende Installation an Border-Routern dafür durch vier neue Border-Router erweitert werden, welche den 400Gbit/s-Ethernet-Standard unterstützen, statt dem bisher eingesetzten 100Gbit/s-Ethernet-Standard. Diese sollen so in das bestehende Border-Netzwerk integriert werden, dass die heute eingesetzten Geräte der Vorgänger-Serie der zu beschaffenden Router vom Hersteller Arista weiterhin für die niedrigbandbreitige Anbindung von Systemen zur Verfügung stehen. Die bestehenden Management- und Automatisierungs-Werkzeuge, von welchen viele Funktionen im Kontext des KIT-Netzwerks abhängen, müssen dabei weiterhin für alle Border-Router einheitlich angewendet werden können. Die Kompatibilität der bestehenden und zukünftigen Systeme ist daher von hoher Wichtigkeit, weshalb die Erweiterung durch Komponenten des gleichen Herstellers durchgeführt werden muss. Die zu beschaffenden Border-Router bilden weiterhin durch die große Anzahl an zur Verfügung stehenden Hochgeschwindigkeits-Anschlüssen sowie großer Weiterleitungstabellen die Basis für die Umsetzung der geplanten Restrukturierung und Weiterentwicklung des KIT-Netzwerks im Laufe der nächsten Jahre, welche mit der aktuell eingesetzten Hardware nicht abbildbar ist. Hiermit soll weiterhin ermöglicht werden, den stetig wachsenden und schwer vorhersehbaren Anforderungen aus Forschung und Lehre auch kurzfristig gerecht werden zu können.