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Dienstleistungen Telematikinfrastruktur Gesundheitswesen (TIeeS) awarded

Veroeffentlicht
-
Frist
-
Art
veat
Geschaetzter Wert
-
Land
DE
IT-Relevanz
★★☆☆☆ (2/5)
Hardware-Relevanz
★★☆☆☆ (2/5)
Region (NUTS)
DE712 (Hessen)
CPV-Codes
Datennetzverwaltungs- und -unterstützungsdienste
Quelle
ted_europa | Originalquelle ↗
Notice ID
18958-2024

Beschreibung

Durch das „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)“ sowie den darauf aufbauenden weiteren gesetzlichen Maßnahmen sind wir als Universitätsklinikum Frankfurt gesetzlich dazu verpflichtet an dem Projekt Telematik Infrastruktur teilzunehmen und dieses gesetzeskonform umzusetzen. Hierzu haben wir u.a. den ausfallsicheren Betrieb der in unserem Verantwortungsbereich liegenden Komponenten und Dienste der Telematik Infrastruktur sicherzustellen. Bei einem Wechsel aus einer bestehenden TIaaS-Umgebung in eine neue TIaaS-Umgebung ist die unterbrechungsfreie und störungsfreie Überführung während des laufenden Betriebes einer Kritischen Infrastruktur vom IST-Modell in ein SOLL-Modell unbedingt sicherzustellen. Denn im Falle einer Unterbrechung würde es zu vielfältigen Beeinträchtigungen in allen klinischen Abläufen kommen. Eine Unterbrechung der TIaaS-Dienste führt zu technischen Störungen in Form von Fehlermeldungen, Dateninkosistenzen, bis hin zu Datenverlusten im KIS-System. Durch eine Unterbrechung der TIaaS-Dienste wären ebenso die Kommunikation und Synchronisation mit den Systemen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV-Systeme), den Wanda Anbietern und allen anderen Fachdienstanbietern unterbrochen. Es muss der Austausch mit den KV-Systemen gewährleistet werden um die Kommunikation für Abrechnungen und andere administrative Aufgaben weiterhin zu ermöglichen. So wäre es z. B. bei Ausfall des Fachdienstes VSDM nicht mehr möglich zu überprüfen ob ein neuer Patient eine gültige Gesundheitskarte vorgelegt hat, welches u. U. dazu führt, dass das Universitätsklinikum Frankfurt keine Leistungen für diesen Patienten abrechnen kann. Durch eine Unterbrechung des TIaaS-Dienstes und einem damit gleichbedeutenden Ausfall des DEMIS-Meldeportal (Deutsches Elektronisches Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz) kann das Universitätsklinikum Frankfurt seiner gesetzliche Erreichbarkeits- und Meldepflicht nicht nachkommen, z.B. zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten wie Masern oder SARS-CoV-2. Infektionsschutzmaßnahmen können somit nicht zeitnah eingeleitet werden, um weitere Infektionen zu verhindern. Bei einer Unterbrechung der TIaaS-Dienste wäre auch der Fachdienstes KIM (Kommunikation im Medizinwesen) betroffen. Es wäre den KIM-Nutzern dann nicht mehr möglich Befunde, Arztbriefe, Heil- und Kostenpläne, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Abrechnungen schnell, zuverlässig und vor allem sicher per E-Mail auszutauschen. Durch eine Unterbrechung der TIaaS-Dienste wird es nicht möglich sein DALE Berichte zu übersenden. Die Rückantworten zu gesendeten DALE Berichten würden bei Ausfall der TIaaS-Dienste nicht im Universitätsklinikum Frankfurt ankommen. Dieses ist gleichbedeutend mit einem Datenverlust der nicht zu kompensieren wäre. Eine Unterbrechung der TIaaS-Dienste führt am Universitätsklinikum Frankfurt u. a. zu massiven personellen Mehraufwänden im Bereich der Krankenversorgung, welche durch die bestehende Personaldecke nicht ohne Qualitätsverluste in der Patientenversorgung kompensiert werden kann. Durch eine Unterbrechung der TIaaS-Dienste drohen dem Universitätsklinikum Frankfurt neben den hohen Einnahmeverlusten ebenso Image-Schäden, welche sich in Hinblick auf die Attraktivität des Standorts, sowie dessen Vorreiterrolle auch gegenüber Wettbewerbern als nachteilig auswirken wird.

Lose (1)

Los Titel Auftragnehmer Schaetzwert Vergabewert
1 Dienstleistungen Telematikinfrastruktur Gesundheitswesen (TIeeS)

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