Beschreibung
Die Mediainterface Speaking Spracherkennung ist integraler Bestandteil der digitalen Dokumentationsstrategie des Klinikums Fürth und wird in fast allen Fachabteilungen zur Erstellung medizinischer Berichte genutzt. Die On-Premise-Lösung basiert auf einer Infrastruktur aus Diktierstationen, einem zentralen Server und einem Zugriffskontrollsystem, um Datenschutzrichtlinien zu erfüllen. Die hohe Erkennungsgenauigkeit der Lösung ist durch Anpassungen an die klinischen Bedürfnisse gewährleistet. Abteilungen wie Neurologie, Kardiologie und Chirurgie profitieren von der effizienten Handhabung medizinischer Fachterminologie. Mit der wachsenden Patientenzahl und den gestiegenen Anforderungen an die Automatisierung wird eine Erweiterung der Spracherkennung notwendig. Dies umfasst eine verbesserte Integration mit klinischen Systemen zur Optimierung der Workflows und zur Erfüllung der Anforderungen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG). Ein Upgrade ist erforderlich, um die Zukunftssicherheit der Plattform zu gewährleisten und technischen wie klinischen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Erweiterung birgt jedoch Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit, da die Verarbeitung sensibler Patientendaten strengen Regularien unterliegt. Auch die Kompatibilität mit bestehenden Systemen und die Schulung des Personals stellen wesentliche Hürden dar, die angegangen werden müssen, um Betriebsunterbrechungen während der Migration zu minimieren. Eine Erweiterung der bestehenden Lösung ist die kosteneffizienteste Option. Diese minimiert Integrationskosten, erfordert keine prozessualen Änderungen und reduziert Schulungsaufwände für einen Großteil der Anwender. Im Gegensatz dazu würde eine Neuausschreibung für eine vergleichbare On-Premise-Lösung zusätzliche Schulungs- und Integrationskosten verursachen. Eine Cloud-basierte Lösung bietet zwar Flexibilität, ist jedoch wegen laufender Kosten und Implementierung der Technisch und Organisatorischen Maßnahmen kurz- und mittelfristig für den Auftraggeber unwirtschaftlich. Auf Grundlage des Krankenhausfinanzierungsgesetzes und der Fördervorgaben des BayKrG ist die Erweiterung der On-Premise-Lösung die wirtschaftlichste Wahl. Eine produktspezifische Ausschreibung ist daher erforderlich, um Fördermittelkonformität zu gewährleisten und Systeminkompatibilitäten sowie zusätzliche Kosten zu vermeiden. Eine detaillierte rechtliche und fachliche Begründung zur Zulässigkeit des beabsichtigten Vorgehens ist vom Auftraggeber erarbeitet worden und Bestandteil der Vergabedokumentation. Auf die Vergabeunterlagen und insbesondere das Dokument KFÜ Spracherkennung Verfahrensablauf wird verwiesen.