Beschreibung
Zur Optimierung der Berechtigungsverwaltung in den zentralen SAP-Systemen der Hessischen Landesverwaltung wird das SAP Identity Management 8.0 (SAP IDM) in mehreren Phasen eingeführt. Die ersten bereits abgeschlossenen Umsetzungsphasen umfassten die Anbindung der Systeme HCM und RW an SAP IDM sowie den Rollout ausgewählter Funktionalitäten in diversen Dienststellen. In weiteren Projektphasen soll der weitere Rollout für die gesamte Hessische Landesverwaltung erfolgen. Für den erfolgreichen Abschluss der Einführung von SAP IDM werden umfangreiche Beratungs- und Unterstützungsleistungen zu nachfolgend aufgeführten Themen benötigt: Planung -Bearbeitung strategischer und planerischer Fragen sowie Technologie- und Architekturfragen Konzeption und Abstimmungen -Ständige Weiterentwicklung und Optimierung der SAP IDM-Konzeption -Erstellung weiterer Konzeptionen und dazugehöriger Dokumentationen -Vorbereitung und Durchführung von Abstimmungen mit Prozessbeteiligten und zuständigen Gremien (z. B. Ressorts, Dienststellen, IKS-Verantwortliche, der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HBDI), die Hauptpersonalräte (HPR), der Hessische Rechnungshof (HRH), IT-Sicherheitsbeauftragte) Entwicklung -Weiterentwicklung und Optimierung von Konzepten, wie z. B. des Betriebskonzepts -Fortführung der Systementwicklung inklusive Konzeption und Dokumentation sowie der Planung weiterer Projektphasen unter Berücksichtigung ggf. neu hinzukommender Anforderungen -Unterstützung bei der Anbindung möglicher weiterer Systeme inklusive Konzeption und Entwicklung möglicher zusätzlich benötigter Funktionalitäten (inklusive Dokumentation) Betrieb -Betriebsunterstützung des bestehenden Systems inklusive Monitoring, Einspielung von Support Packages und Fehlerbehebung bei Bedarf sowie Unterstützung beim weiteren Rollout -Fortlaufende Beratung und permanenter Wissenstransfer an die Projektmitarbeiter während der gesamten Projektlaufzeit Der Auftragnehmer muss sicherstellen, dass zur Leistungserbringung entsprechende Personen mit den erforderlichen Qualifikationen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus hat der Auftragnehmer eine hohe Kontinuität des vorgesehenen Personals sicherzustellen, damit seitens des Auftraggebers der Aufwand für die Einarbeitung in die fachlichen Anforderungen nur einmal erbracht werden muss sowie die erforderliche Flexibilität des Einsatzes gewährleistet ist. Die in der Hessischen Landesverwaltung eingesetzten SAP-Systeme umfassen Systeme für das Rechnungswesen (RW), das Supplier-Relationship-Management (SRM), das Personalwesen (HCM), das Business Intelligence einschließlich Business Objects (BI/BO), den Solution Manager (SolMan), das Enterprise Portal (EP) sowie das Benefits Management for Public Sector (CRM). Die Systeme sind in einer komplexen, mehrstufigen und zum Teil hochverfügbaren Systemlandschaft durch Schnittstellen miteinander verbunden. Relevante zentrale SAP-Systeme sind gegenwärtig: SAP ERP 6.0 EHP 8 (Rechnungswesen / RW) SAP ERP 6.0 EHP 8 (Personalwesen / HCM) SAP NW Enterprise Portal 7.5 SAP BW/4HANA 2021 SAP CRM 7.0 EHP 4 Die Umstellung der Systeme auf S/4HANA wird voraussichtlich bis 2027 abgeschlossen sein. Aktuell werden in den produktiven SAP-Systemen rund 97.000 Benutzer aus 60 personalführenden Buchungskreisen verwaltet, die sich auf alle Dienststellen der Hessischen Landesverwaltung verteilen. Aufgrund der Komplexität der Thematik soll die Durchführung der Leistungen von einem Berater koordiniert werden. Dieser ist für die Projektleitung des Auftraggebers sowohl Hauptansprechpartner als auch fachlicher Berater bei Planung und Umsetzung. Bei Bedarf können weitere Spezialisten für die Aufgabenerfüllung hinzugezogen werden. Deren erster Einsatz ist stets mit dem Auftraggeber abzustimmen. Die interne Kommunikation ist durch den Auftragnehmer sicherzustellen. Während der gesamten Vertragslaufzeit werden Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die in der Leistungsbeschreibung aufgeführten Themenfelder Planung, Konzeption und Abstimmungen, Entwicklung und Betrieb benötigt. Der Auftraggeber geht von vier Beraterkategorien aus, auf die sich die folgenden sechs Themenblöcke verteilen. 6.1 IDM Projekt Manager und Hauptansprechpartner 6.2 Senior Entwickler SAP IDM 6.3 Entwickler SAP IDM 6.4 Entwickler BTP 6.5 Berechtigungsexperte ABAP 6.6 Unterstützung Projektmanagement, Betrieb und Rollout Themenblock 1 IDM-Projektmanager Bei diesem Berater muss es sich um den Hauptansprechpartner handeln. Der Hauptansprechpartner ist Single Point of Contact des landesinternen Projektleiters und übernimmt im Rahmen dieser Aufgabe auch die Einsatzplanung aller Berater dieses Rahmenvertrags. Er vertritt den landesinternen Projektleiter bei Abwesenheit und unterstützt sowohl bei strategischen Fragestellungen als auch bei der fachlichen Planung und Umsetzung. Der Hauptansprechpartners ist im eingereichten Kompetenzprofil namentlich zu benennen. Das Kompetenzprofil des IDM-Projektmanagers ist mit dem Angebot vollständig ausgefüllt und unterschrieben einzureichen. Es ist zwingend erforderlich, dass zur Leistungserfüllung vorgesehenen Personen - unabhängig davon, ob es sich um eigenes Personal des Auftragnehmers oder um solches von ihm eingesetzter Unterauftragnehmer, soweit ein Unterauftragnehmereinsatz nach den übrigen Bestimmungen dieses Vertrages zulässig ist, handelt - einer erweiterten Sicherheitsüberprüfung (Ü2) nach dem Hessisches Sicherheits-überprüfungs- und Verschlusssachengesetz (HSÜVG) unterzogen werden. Alternativ kann eine gültige Bescheinigung im nationalen Besuchskontrollverfahren (SiBe-Bescheinigung) über eine erfolgte Sicherheitsüberprüfung gleicher oder höherer Art für die betroffenen Personen vorgelegt werden. Eine detaillierte Beschreibung ist der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.