Beschreibung
In diesem Projekt soll ein Patientenportal-Framework mit APP für iOS/Android/Desktop sowie weiteren Geräteklassen (Beside-Terminals, Self Service Terminals) beschafft und implementiert werden. Dieses Framework stellt im Wesentlichen folgende Funktionen zur Verfügung: -Einheitlicher und sicherer Authentifizierungsmechanismus und Onboarding- prozess -Accountverwaltung mit Familien-/Stellvertreter-Funktion -Dateiupload und Dateidownload -Schnittstellenfunktionen -Administratives Backend für die Nutzung durch die internen Fachbereiche -Anbindung von Smart Devices und Medizintechnik -Optisch einheitliche Oberfläche für die Bedienung unabhängig davon, welche Funktionen vom Framework selbst oder in via Schnittstellen angebundenen Tools erfolgen -Funktionen, die mindestens den MUSS-Kriterien des KHZG FTB 2 entsprechen -Terminvisualisierung und erweitertes Terminmanagement Ferner stellt das Framework sicher, dass weitere digitale Mehrwertapplikationen (auch telemedizinische Applikationen) und ein Terminmanagement integriert und den Patientinnen und Patienten zur Verfügung gestellt werden können. Zur Persistierung der primären Gesundheitsdaten und administrativen Daten muss ein vorhandenes Clinical Data Repository (CDR) genutzt werden. Eine eigenständige Persistierung durch ein Patientenportal-Framework erfolgt nicht. Die Kommunikation mit dem CDR erfolgt über eine noch zu beschaffende DMZ (demilitarisierte Zone) als temporärer Zwischenspeicher. Für die Steuerung der Prozesse und Datenflüsse wird die vorhandene Workflow-Engine genutzt. Das Patientenportal-Framework muss sicherstellen, dass die auf der Workflow-Engine definierten Prozesse automatisiert im Patientenportal-Framework umgesetzt werden. Das Patientenportal wird On-Premise betrieben werden. Das Terminmanagement kann sowohl On-Premise als auch extern gehostet werden. Wichtig ist, dass das Terminmanagement standa-lone und autark vom Patientenportal genutzt werden kann um zukünftig weitere Use Cases in MVZs, Ambulanzen und weiteren Einrichtungen der Immanuel Albertinen Diakonie abbilden zu können. Die Sicherheitsmechanismen des Patientenportals müssen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Die relevanten Kliniken setzen aktuell zwei verschiedene KIS-Systeme ein, die bidirektional über geeignete Schnittstellen mit dem Framework verbunden werden müssen. Um auch weitere interne Prozesse optimieren zu können, erfolgt die Erstellung von redaktionellem Content in einem separaten, zentralen und noch zu beschaffenden headless Content-Management-System (CMS), welches vorhandene und für das Patientenportal zu nutzende In-halte aus anderen Quellen z.B. den Klinikwebseiten bereitstellt. Im Ergebnis muss das Framework über standardisierte Schnittstellen mit diesem CMS zusammenarbeiten, um den vorhandenen redaktionellen Content zu verwenden. Das zu entwickelnde Patientenportal-Framework muss mit dem in Los 3 beschriebenen Headless Content Management System interoperieren. Dies beinhaltet die Fähigkeit, Inhalte nahtlos von dem CMS zu empfangen und korrekt im Patientenportal darzustellen. Die Nutzerzentrierung bzw. -orientierung beim User-Centered Design ist einer der wichtigsten Grundsätze für eine gute User Experience, optimale Usability und damit möglichst große Akzeptanz sowohl bei Patientinnen und Patienten als auch den professionellen Nutzenden. Kern der Nutzerzentrierung ist es, Produkte und Prozesse entlang der Bedürfnisse der tatsächlichen Nutzenden (User) zu gestalten, den Nutzenden also ins Zentrum aller Überlegungen zu stellen. Dazu werden User Experience Workshops durchgeführt und das Patientenportal gemäß der ermittelten Nutzerbedürfnisse und der geltenden Corporate Design Richtlinien der Kliniken angepasst. (näheres siehe insb. 03.0_Projektbeschreibung_Auswahlmatrix_Teilnahmewettbewerb, 13_Anlage_unverbindlicher_Vorentwurf_Kriterienkatalog(#IAP-1092). Anmerkung: (voraussichtlich)Sachlicher Verhandlungsbedarf der AGin (Ergänzungen vorbehalten)= Hosting Terminmanagement (wir möchten darauf hinweisen, dass diese Informationen unverbind-ich sind und dazu dienen, größtmögliche Transparenz zu gewährleisten. Bitte beachten Sie, dass weitere Verhandlungsbedarfe vorbehalten bleiben): Es wird beabsichtigt, ein erweitertes Terminmanagement in Verbindung mit dem Patientenportal-Framework auszuschreiben. Zu diesem Zweck wurde ein Katalog mit inhaltlichen Anforderungen erstellt. Ziel der Ausschreibung ist, die bestmögliche Lösung für die Bedürfnisse der Auftraggeber zu finden. Ziel einer Verhandlung soll es nach jetzigem Stand daher sein, dem Markt die Gelegenheit zu bieten, verschiedene Ansätze darzustellen, um besagte Zielstellungen optimal zu verwirklichen. Die zwingenden Vorgaben des KHZG samt seinen Nebenregelungen sind nicht verhandelbar. Insbesondere sind die einschlägigen "Muss-Kriterien" der Förderrichtlinien nach § 21 Abs. 2 KHSFV nicht verhandelbar (hier Fördertatbestand 2). Näheres entnehmen Sie der einzureichenden Erklärung 05.7_Eigenerklärung_KHZG_Richtlinie_FTB2 Die Muss-Kriterien in 13_Anlage_unverbindlicher_Vorentwurf_Kriterienkatalog sind nicht verhandelbar.